Unterstufe

Die Orientierungsstufe

Die Schülerinnen und Schüler erleben den Übergang von der Grundschule zum Gymnasium als Zeit, in der neue, eigene Kräfte mobilisiert werden. In dieser Situation finden sie pädagogische Begleitung. Ausgangspunkt ist dabei die unterrichtliche und pädagogische Arbeit der Grundschulen.

Der Blick auf die Lernfähigkeiten und die Persönlichkeitsbildung der Schülerinnen und Schüler ist die wesentliche Aufgabe der Orientierungsstufe. In ihrem Verlauf soll sich zeigen, ob durch eine erfolgreiche Bewältigung der gymnasialen Anforderungen und eine positive Grundeinstellung zur Schule die Entscheidung für das Gymnasium bestätigt wird. Demgemäß ist während der gesamten Zeit eine intensive Kommunikation zwischen Elternhaus und Schule notwendig. Sie erfolgt – auch im Sinne der Prävention – durch Gespräche, Elternabende und Elternsprechtage.

Ausgehend von der Idee einer ganzheitlichen Erziehung regt die fachliche und methodische Arbeit die Schülerinnen und Schüler zu einem Lernen an, das „Kopf, Herz und Hand“ anspricht und die Eigenverantwortung stärkt. Dem dienen neben dem herkömmlichen Unterricht fächerübergreifende Einheiten, Projekttage, außerunterrichtliche Aktivitäten, Arbeitsgemeinschaften sowie gezielte individuelle Fördermaßnahmen (z.B. in Form der Eigenlernzeit).

Die erzieherische Arbeit in der Orientierungsstufe vermittelt den Kindern, unsere Schule als ihren Raum zu erleben und anzunehmen und dabei Rücksichtnahme, Verantwortung und Eigeninitiative zu lernen. (Fl)

Was sind Intensivierungsstunden?

Intensivierungsstunden sind für die fünften und sechsten Klassen besondere Stunden in den Kernfächern Deutsch, Englisch, Mathematik sowie der zweiten Fremdsprache Latein bzw. Französisch. Sie dienen der individuellen Förderung der Schülerinnen und Schüler, wobei zwei Lehrkräfte zeitgleich jeweils die halbe Klasse unterrichten.

Intensivierungsstunden dienen nicht der Vermittlung neuer Unterrichtsinhalte. Vielmehr sollen sie in einem notenfreien Klima den individuellen Lernprozess durch gezieltes Üben, Wiederholen und Vertiefen unterstützen. Intensivierungsstunden bieten nicht nur Hilfen bei Lernschwierigkeiten, sie fördern auch den Ausbau individueller Stärken besonders Begabter.

Zurzeit gestalten die folgenden Fächer die Intensivierungsstunden:

5. Schuljahr 1. Halbjahr: Deutsch/Englisch

5. Schuljahr 2. Halbjahr: Mathematik/Englisch

6. Schuljahr 1. Halbjahr: Deutsch/2. Fremdsprache

6. Schuljahr 2. Halbjahr: Mathematik/2. Fremdsprache

Das Lernen im geteilten Klassenverband erlaubt eine breite Methodenvielfalt und erzeugt sicherlich eine besondere Lernmotivation. (Fl)

 

Eigenlernzeit (ELZ)

Seit dem Schuljahr 2014/15 findet von Montag bis Donnerstag die von einem Lehrerteam entwickelte Eigenlernzeit (ELZ) in den Räumen des Unterstufenzentrums statt.

Dort haben Schüler und Schülerinnen der 5. und 6. Klasse nach vorheriger Anmeldung die Möglichkeit, im Anschluss an den Vormittagsunterricht Unterrichtsstoff nachzuarbeiten, sich auf Klassenarbeiten und Tests vorzubereiten, Hausaufgaben anzufertigen, Gruppenarbeiten zu bewältigen ... es gab und gibt so viel zu tun!

Betreut werden die Schüler und Schülerinnen von einem Lehrerteam, das von engagierten Mittel- und Oberstufenschülerinnen und -schülern unterstützt wird.

 

Anmeldungen für die Eigenlernzeit erfolgen üblicherweise zu Beginn des Schuljahres bzw. zum Halbjahreswechsel über den Klassenlehrer oder die Klassenlehrerin (in Abstimmung mit den Eltern) und gelten dann für das gesamte Halbjahr. (CS)

 

 

Methodikunterricht in den 6. Klassen

Im Rahmen unseres Förderkonzeptes gibt es für die 6. Klassen im zweiten Halbjahr das einstündige Unterrichtsfach „Methodik“.

In der Methodikstunde sollen Schülerinnen und Schüler unter der Anleitung ihrer Klassenlehrerin bzw. ihres Klassenlehrers ein anschauliches, spannendes Thema in Gruppen schrittweise erarbeiten und anschließend mit einem Plakat präsentieren. Dabei soll das zu bearbeitende Thema möglichst nicht den herkömmlichen Unterrichtsstoff erfassen.

Jeder einzelne der Schritte von der Themenfindung bis zur Plakatgestaltung wird systematisch eingeübt und kritisch reflektiert.

Wesentliche Ziele des Unterrichts wie die Förderung von Lese-, Medien- und Informationskompetenz sowie der Erwerb von Recherchefähigkeiten werden in Kooperation mit der Stadtbücherei Wedel verfolgt. In diesem Sinne bildet ein Besuch des Moduls „RechercheStark“ der Stadtbücherei eine Grundlage für den Methodikunterricht. Hinzu kommt die Unterstützung bei der Materialsuche durch Bücherkisten.

Die Arbeit mit dem Methodik-Schülerheft bzw. am Plakat sollte weitgehend im Unterricht stattfinden. Die Schülerinnen und Schüler erhalten für ihre Leistung, die sowohl die Arbeit in der Gruppe als auch die Präsentation umfasst, eine Bewertung im Sinne einer mehr oder weniger erfolgreichen Teilnahme.

Durch den Methodikunterricht sollen die Schülerinnen und Schüler ein Handwerkszeug für die Materialsuche, -auswertung und –aufbereitung gewinnen, das gewinnbringend im weiteren Unterricht eingesetzt werden kann. (Fl)