
Unterstufentrakt des Johann-Rist-Gymnasiums eingeweiht - Bericht von Doris Brandt auf www.wedel.de - Jetzt mit Fotos
Unterstufentrakt des Johann-Rist-Gymnasiums eingeweiht
Wedels neue Bürgermeisterin Julia Fisauli-Aalto gab am Donnerstag gemeinsam mit Schulleiter Dr. Bertram Rohde den Neubau frei.
Vor der allerersten Mathestunde im neuen Unterstufentrakt stand am Donnerstagmittag eine Feierstunde, die jazzig mit der JRG-Bigband unter der Leitung von Reinhard Dingel begann. Nachdem die letzten Takte des Stückes "Uptown funk" auf der neuen hölzernen Podiumsbühne verhallt waren, ließ Dr. Bertram Rohde, Schulleiter des Johann-Rist-Gymnasiums, die vergangenen Bauphasen des neuen Unterstufentrakts Revue passieren.
Rohde bedankte sich gebührend bei Eva Schlensok (Fachdienstleitung Gebäudemanagement Stadt Wedel), Architektin Janine Rose sowie Architekt Frank Külper für die vertrauensvolle Zusammenarbeit. Im gegründeten Arbeitskreis habe es stets eine engmaschige Abstimmung und gemeinsame Klärung mit den Beteiligten gegeben. „Sei es bei der Farbe der Stoffvorhänge, der Art der Toilettenfenster oder auch den Tönen der Wandfarbe!“, so Rohde.
Der Neubau war notwendig geworden, nachdem sich 2018 im ohnehin schon in die Jahre gekommenen Unterstufentrakt ein Deckenelement gelöst hatte und das gesamte Gebäude gesperrt werden musste. Es folgte ein Umzug in die bereitgestellten „Unterstufen-Container“ auf dem Schulparkplatz. "Wir nannten das Mini-Move", so Rohde.
Das jahrelange Provisorium griff auch Julia Fisauli-Aalto als zweite Rednerin an diesem Mittag auf. Kurz vor ihrer Vereidigung als Bürgermeisterin am Donnerstagabend erinnerte sich die zum Zeitpunkt der Einweihung noch designierte Bürgermeisterin daran, als die Unterstufenzeit ihrer Tochter relativ abrupt in der Container-Alternative fortgesetzt wurde.
„Lernen in provisorischen Containern ist für Eltern immer wieder gedanklich eine Herausforderung. Für Kinder aber gar kein Problem, wie ich wiederholt feststellen durfte.“, so Fisauli-Aalto.
Sie freue sich, dass mit dem neuen Bau nicht nur ansprechende Lernräume, sondern ist auch eine Umgebung entstanden sei, die das Lernen fördere und die Schülerinnen und Schüler dazu anrege, ihre Stärken, Ziele und Talente zu entdecken und weiterzuentwickeln.
Die rund 1000 Schülerinnen und Schüler des Johann-Rist-Gymnasiums hatten auf Klassenführungen den Neubau bereits vor der offiziellen Einweihung unter die Lupe genommen.
Außerhalb der Klassenzimmer bietet der Unterstufenbau zahlreiche Aufenthalts- und Rückzugsorte. Neben Sitzgruppen stehen den Kindern und Jugendlichen flexibel einsetzbare Hocker, im neuen Schuljargon „Hockies“ genannt, zur Verfügung.
Die Klassenräume verfügen über abschließbare Laptop-Fächer mit integrierten Ladestationen. Neuartig sind neben einem großen Raum mit flexibler Holzbühne, etwa für das Schulfach „Darstellendes Spiel“, auch sogenannte Differenzierungsräume – kleine Räume, die durch Tür und Fenster mit dem dazugehörigen Klassenraum verbunden sind, aber zusätzliche Möglichkeit für Gruppen- oder Einzelarbeit bieten.
Alle neunzehn Klassenräume haben im Übrigen einen direkten Zugang nach draußen. Im Notfall ersetzen äußere Balkongänge innenräumliche Fluchtwege. „Ein Vorteil dieser Variante ist, dass der hierdurch gewonnene Innenraum anderweitig genutzt werden kann“, erklärte Architekt Frank Külper in seiner Rede.
Der Baustoff Holz dominiert den Neubau. Dies hat nicht nur ökologische Gründe, sondern auch statische. Bei der Neubau-Planung musste auf eine leichte Bauweise geachtet werden. Bereits im Zuge des Schulbaus Anfang der 1960er wurde ein großflächiger Bunker unterhalb des damaligen Gebäudetrakts erbaut, auf dem jetzt auch wieder der Unterstufen-Neubau errichtet wurde.
Die Kosten des Neubaus belaufen sich derzeit auf 12,8 Millionen Euro. Hierfür konnten Fördermittel von rund 3 Millionen Euro eingeworben werden.
Den offiziellen Teil der Einweihung beendete der Mittelstufenchor unter der Leitung von Dorothea Lange mit dem Lied „I will survive“, bei dem einen oder anderem Mitglied der Schulgemeinschaft womöglich auch ein Motto des gestrigen Freitags. Da gab es nämlich Halbjahreszeugnisse. Pünktlich zur Vergabe wurde dann der „Mini-Move-Back“ vollzogen – der Einzug der Unterstufen-Schülerinnen und -Schüler in ihren neuen Trakt.
(Doris Brandt/Stadt Wedel, 01.02.2025)
Diesen Artikel mit mehreren Fotos, hat Doris Brandt auf www.wedel.de unter folgendem Link veröffentlicht:
Wir bedanken uns bei Frau Brandt für die Genehmigung der Verlinkung und die nachfolgenden Fotos.
Dr. Bertram Rohde dankt Eva Schlensok (Stadt Wedel) für die Zusammenarbeit
v.l.: Architekt Frank Külper, Bürgermeisterin Julia Fisauli-Aalto und Schulleiter Dr. Bertram Rohde
Raum "Darstellendes Spiel"
Innenhof des Neubaus
Flexible Sitzgelegenheit: Zahlreiche "Hockies"